Andacht

Menschenkind - Gotteskind

 

Advent! - Weihnachten! – was für eine schöne Zeit! So sagen die Einen – geht mir bloß weg damit!

So sagen die Anderen.

Wie wird Advent und Weihnachten besonders? Vielleicht dadurch, daß wir nicht zwanghaft an Ritualen, Plänen, Vorstellungen festhalten, sondern uns überraschen lassen… So wie Gott uns überrascht hat, mit seiner ersten Ankunft auf Erden als ein neugeborenes Menschenkind.

Advent, Weihnachten, Epiphanias: Wir bedenken die Ankunft und Wiederkunft des Erlösers und feiern die Geburt eines Kindes. Das heißt doch, es ist noch alles offen: Das Ziel noch nicht erreicht, der Weg noch nicht zu Ende, die Hoffnung stirbt auch nicht zuletzt.

Es steht an: Geburt, Ankunft und Wiederkunft des Erlösers im Kind bei mir, in meinen Ängsten, um mich selbst, um liebe Menschen, um „Bäume, Flüsse, Mensch und Tier“. Es steht noch aus: Menschen, Erde, liebevoll zu wiegen, wie Maria ihr Kind.

Es kann geschehen, wenn wir es geschehen lassen,

d.h. zu glauben, daß es geschehen kann:

„Gott, du tröstender Vater, du, liebende Mutter, wiege auch mich in deinen ewigen Armen. “

Und: „Er ist da und wird da sein“, das ist sein Name. Darum: Es wird geschehen:

Wir wiegen unsere Erde, „wie das Menschenkind im Stall“ und werden frei sein.

Eine besondere Advents- und Weihnachtszeit und ein an Gnade reiches Neues Jahr 2020

wünscht Euch und Ihnen.                        Thomas Rau

 

Menschenkind, im Stall geboren,

in die Ängste einer Nacht,

ausgeliefert, angewiesen.

mach uns frei von Stolz und Macht.

 

Höre, die Geschöpfe seufzen,

Bäume, Flüsse, Mensch und Tier,

beugen sich und werden Opfer,

einer ungestillten Gier.

 

Jesus Christus, arm geboren,

arm geblieben bis zum Tod,

wecke in uns deine Liebe,

teile mit und durch uns Brot.

 

Wenn wir unsre Erde wiegen,

wie dich, Menschenkind im Stall,

werden die Geschöpfe jauchzen,

Freiheit atmen Welt und All.

 

T: E. Eckert, M: W. Heurich,

aus „rise up“, Ökumenisches Liederbuch, 

Rechte: Sudio Union im Lahn Verlag, Kevelaer

 

Zu Epiphanias tauchen wir dann mit den Weisen aus dem Morgenland noch einmal in das weihnachtliche Geschehen ein, auch z.B. mit den Festgottesdiensten, am 5. Januar 2020 in der Stadtkirche St. Peter zu Sonneberg und am Dreikönigstag, 6. Januar 2020 um 18 Uhr in der Marienkirche zu Heinersdorf – bei denen anschließend auch auf das neue Jahr angestoßen und sich „a die Stärk` a`getrunk`n wörd fös neue Johr“.

Was macht uns stark? Der Kreiskirchenrat und Thomas Rau haben für die Zukunft des Kirchenkreises Sonneberg Visionen erarbeitet, die nun auch in den Predigten des Superintendenten vorgestellt werden, denn: gemeinsame Visionen machen stark, verleihen Flügel, lassen uns Ziele beschreiben und erreichen - wie die heiligen drei Könige, weise Menschen nach der Bibel, die vom Stern zur Krippe geführt wurden und wahre Freude fanden.