Monatsandacht 12 / 2017
Spot an!

„Spot“ steht in der Beleuchtung für ein Licht, das auf etwas gerichtet ist. Ein Scheinwerfer, der uns auf etwas Besonderes hinweisen will.
Wenn ich an die Weihnachtsgeschichte denke, die wir in wenigen Tagen wieder in allen Kirchen hören oder lesen, dann erinnert mich dieses Licht an den Stern von Bethlehem. Er weist den Weisen den Weg zum Stall. Er richtet sein Licht auf das Kind in der Krippe. Der Stern leuchtet den Hirten bis nach Bethlehem. Er ist der „Spot“ Gottes an Weihnachten.
Weihnachten ist ohne Lichter nicht zu denken. Überall leuchten sie den Menschen in Fenstern oder über Straßen. An den Christbäumen oder auf dem Adventskränzen. Überall in den Häusern oder in der Öffentlichkeit heißt es: „Spot an“ für Christus! Denn worauf sollten sonst all die Lichter gerichtet sein? Sie sind Zeichen, Symbole für das, was Weihnachten geschieht. Gott zündet das „große Licht“ für die Welt an, damit es heller wird. Und mit diesem Licht aus der Höhe ist niemand anderes gemeint, als Gottes Sohn, der für uns Menschen in diese unsere Welt kommt.
Und weil ganz nach unten kommt, kommt dieses Licht Gottes gerade zu denen, denen es an Licht in ihrem Leben fehlt. Es soll den Menschen leuchten, für die es durch Angst, Leid, Trauer und Schmerz viel zu dunkel geworden ist. Gott weiß auch, was es für Menschen bedeutet, ausgegrenzt und abgelehnt zu werden. Er selbst findet keinen Raum und landet in einem dunklen Stall. So ist das Kommen des menschgewordenen Gottessohnes anfangs alles andere als ein strahlendes Ereignis. Erst im Laufe der Zeit entwickelte es immer mehr Strahlkraft. Bis hin zum Friedenslicht von Bethlehem, da in diesen Tagen herumgereicht wird, um uns den Weihnachtsfrieden zu bringen. Denn was ist wohl Weihnachten wert, wenn es in Streit und ständige Auseinandersetzungen nicht beendet. Wenn man doch nicht bereit ist, sich und manchmal auch seinen eigenen Standpunkt zu ändern. Nichts. Es wird zum pflichtgemäßen Austausch von Geschenken und Kartengrüßen, die gegebenenfalls wieder umgetauscht oder gleich ganz entsorgt werden können.
Darum verspricht der Engel über den Feldern von Bethlehem uns nicht noch mehr Geschenke, nicht noch mehr Wohlstand oder noch mehr Events. Er verkündigt allen Menschen Freude und Frieden, die Weihnachten erleben und zu Christus finden. Im Monatsspruch für Dezember wird es so ausgedrückt: „Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“ (Lk 1,78-79)
Menschen, die sich vom Licht Gottes anstrahlen lassen, beginnen selber zu leuchten. Und so können sie sich auf den Weg des Friedens zu ihren Mitmenschen machen. Mit einem freundlichen Lächeln, einem guten Wort und einer hilfreichen Tat geben sie das göttliche Licht weiter und so wird es in der Welt für immer mehr Menschen wirklich heller und am Ende „Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“ werden.

Eine gesegnete Adventszeit und frohe Weihnachten!